Seit 1998 arbeiten Beate Gatscha und Gert Anklam unter dem Motto Berlin - Shanghai Dialog der Klänge immer wieder an gemeinsamen Programmen mit dem in Berlin lebenden chinesischen Mundorgelspieler Wu Wei.
Ein Höhepunkt dieser Zusammenarbeit entstand 1999 in Zusammenarbeit mit einem Gesangsquuartett aus Mitgliedern des Rundfunkchores Berlin unter Leitung des Sängers Jörg Schneider.
Aus den reichen Traditionen der klassischen europäischen und traditionellen chinesischen Musik schöpfend, entstanden so auf der Grundlage von poetischen Texten der chinesischen Autorin Li Yu, die auf sensible Art und Weise die 5
chinesischen Elemente Holz, Feuer, Erde, Gold und Wasser thematisieren, klangvolle Kompositionen der beteiligten Künstler.. Ausgezeichnet mit einer Förderung des Berliner Senates erregte das Projekt große Aufmerksamkeit durch seine erstmalige Verbindung von Stilmitteln der europäischen Klassik mit Improvisationen, experimentelle Spieltechniken und traditionellen chinesischen Klängen.
Beate Gatscha ; Perkussion
Li Yu ; Texte
Wu Wei ; sheng, erhu, bawu
Gert Anklam ; Saxophon
Beate Thiemann; Sopran
Uta Damm-Kühner; Alt
Ulrich Löns ; Tenor
Jörg Schneider ; Bariton
„... die Aufführung hat mich sehr berührt. Sie war von eigenartigem Reiz, voller Fantasie und hochprofessionell in der Ausführung. Diesem gelungenen Ost-West-Dialog wünsche ich viele Wiederholungen..."
Dr. Klaus Dieter Lang ,SFB, Hauptabteilung Musik über die Uraufführung
„ Kunst dreht sich im Kreis, wenn Künstler nur sich selbst genügen und das eigene kleine Universum für das Maß aller Dinge halten. Nur, wer mit offenen Sinnen die Welt als Ganzes wahr-nimmt und Neuem mit Respekt und Selbstbewußtsein
begegnet, kann Kunst hervorbringen, die zum Ereignis wird und den Tagüberdauert. Das Projekt „Berlin-Shanghai; Dialog der Klänge„ gehört zu diesen Ereignissen. Es zeichnet sich aus durch Sensibilität und künstlerische Professionalität im Zusammenführen von östlicher und westlicher Kultur, von Tradition und Moderne, Musik, Tanz und Poesie. Die Akteure erliegen nie der Versuchung, ein marktschreierisches Happening auf die Bühne zu bringen.
Vielmehr nehmen sie - selbst ungewöhnlich bescheiden bleibend - die Hörer und Zuschauer mit auf eine Reise durch einen kleinen aber ungeheuer spannenden Teil unseres globalen Dorfes."
Ulf Drechsel, ORB, *radio kultur, Hauptabteilung Musik, Jazzredaktion, über die
Uraufführung am 1. Oktober 1999 in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin.